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Aarau,

Bescheiden, selbstlos, unermüdlich

(AZ/hr, 11.04.2011)

Mit einer stehenden Ovation und der Ehrenmitgliedschaft hat die Generalversammlung des Aargauischen Rennvereins (ARV) die auf Mitte Jahr in Pension gehende Maria Leibundgut verabschiedet.

gv_2011Maria Leibundgut war seit 1996 für den Verein tätig, und zwar als Geschäftsführerin und später auch als Renn- und Sponsorchefin. Leibundgut war gemäss Präsident Beat Ries «mit Bescheidenheit und Selbstlosigkeit » unermüdlich für den Aarauer Turf tätig, sie habe den ARV «verkörpert und gelebt» und «keinen Unterschied gemacht zwischen ihrer Arbeit und ihrer Freizeit».
Trotz ihres grossen Beziehungsnetzes im Pferderennsport war vor allem die Tätigkeit als Sponsorchefin bei aller Freude nicht ganz frei von Rückschlägen und Enttäuschungen. Sie habe sich, so Ries, in solchen Situationen mit der Feststellung getröstet, dass sie «den schönsten Arbeitsplatz weit und breit» habe, nämlich im idyllischen Reiterstadion im Schachen.

Nahtloser Übergang
Als Nachfolgerin bereits Ende Januar gewählt worden ist die Aarauerin Karin Gloor, die von Maria Leibundgut behutsam in ihr neues Amt eingeführt wird. Ihre letzten beiden Renntage wird die scheidende Geschäftsführerin und Rennchefin an den Sonntagen vom 15. und 22. Mai über die Bühne respektive das Geläuf bringen. Im Herbst ist dann Karin Gloor federführend, kann aber am 4. und 11. September noch auf die Unterstützung ihrer Vorgängerin zählen.
Die Renn-Tableaus sind gut gefüllt, allerdings fehlen noch zwei bis drei Sponsoren zur glücklichen Abrundung. Traditionelle Höhepunkte werden die 63. Meisterschaft der Traber und die 64. Auflage des Grossen Preises der Schweiz mit der Elite der Galopper sein.
Erfreuliches durften die rund 140 (von total knapp 600) Mitglieder, die sich im brandneuen Silhouettenzelt auf der Rennbahn (einem Geschenk des Turf Clubs Aarau) eingefunden hatten, auch von Finanzchef Charly Säuberli hören. Die Rechnung 2010 endete mit einer «schwarzen Null» und entsprach genau dem Budget.
Dank des Darlehenserlasses durch die Stadt Aarau hat der Rennverein wieder etwas Luft, er konnte weitere Schulden abbauen, Abschreibungen tätigen und sogar ein kleines Eigenkapital bilden. Zum guten Ergebnis beigetragen haben die wachsenden Fremdvermietungen des Reiterstadions und die gut 9000 Zuschauer, die an den beiden Herbstrenntagen 2010 in den Schachen pilgerten und einen Wettumsatz von rund 100 000 Franken generierten.

Wechsel im Vorstand
Für zwei Jahre wiedergewählt wurde der Vorstand mit Präsident Beat Ries an der Spitze. Für den zurücktretenden Markus Bolliger wurde neu Daniel Schenker als Totalisator-Chef gekürt. Einsitz in den ARV Vorstand nimmt auch Bruno Vogel, Gemeindeschreiber in Erlinsbach AG, der nach erfolgreich absolvierter «Probezeit» jetzt definitiv für die Betreuung der Gäste und Sponsoren zuständig sein wird.
Eine Grussadresse überbrachte der neue Aargauer Grossratspräsident Theo Vögtli. Er legte im Kreis der überzeugten Turffreunde sein etwas zwiespältiges Verhältnis zu Pferden dar, das auf Erlebnissen aus der Kinder- und Jugendzeit gründet. Vögtli versprach allerdings Besserung.

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