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Aarau,

Abgesprungene Sponsoren haben wir durch neue ersetzen können

(Swissturf.22.05.2009)

Gespräch mit Beat Ries, Präsident des Aargauischen Rennvereins (ARV)
Der Aargauische Rennverein stemmt sich unter der Führung von Beat Ries mit aller Macht gegen die Wirtschaftskrise und hofft, dieses Jahr noch unbeschadet zu überstehen. Die neu geschaffene, vom Rennverein Frauenfeld initiierte Cross-Trophy soll diesbezüglich mithelfen.

swissturf: Erwarten den Rennbahnbesucher in diesem Jahr in Aarau Neuerungen?
Beat Ries: Wir haben verschiedene Neuerungen. Vorab darf ich festhalten, dass die Generalversammlung Anfang April 2009 zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt hat. Anstelle des während 33 Jahren aktiven Rolf Blattner wurde Hans-Peter Zubler, wohnhaft in Aarau, als Bahnchef gewählt. An den letzten September-Renntagen hat Rolf Blattner seinen Nachfolger gewissenhaft in seine neuen Aufgaben eingeführt. Er wird ihm auch in Zukunft als Stellvertreter zur Seite stehen und dem freiwilligen Helferteam beitreten. Barbara Schneider wurde als Vertreterin des Trabrennsports in den Vorstand gewählt. Die Besitzerin von Napoléon du Bussy braucht man in Rennsportkreisen nicht mehr vorzustellen.
Beide zusammen bereichern unseren Vorstand und haben mit neuen Ideen bereits dafür gesorgt, dass der ARV weiter blühen wird.
Was die Infrastruktur anbelangt, ist es uns gelungen, das VIP-Zelt westlich der Tribüne käuflich zu einem für den ARV tragbaren Preis zu erwerben. Wir sind zudem an der Planung, dieses Zelt durch eine feste Baute zu ersetzen.
Grosse Freude bereitet uns ein spezielles Engagement der Vaudoise Versicherungen. Unser neuer Partner sponsort nebst dem Hürdenrennen Gratis-Eintritte für alle Stehplatz-Besucher am zweiten Renntag vom 7. Juni 2009, der damit als Vaudoise-Tag ins Rennprogramm aufgenommen wird.
Das farbige Rennprogramm können wir bereits im fünften Jahr gratis abgeben. Mit Kromer Print AG Lenzburg haben wir einen neuen Partner gefunden. Das Rennprogramm 2009 wird noch professioneller erscheinen. Dieser Führer bringt dem Fachpublikum die wissenswerten Fakten zum Renntag. Dem Laien soll mit verschiedenen Beiträgen der Rennsport näher gebracht werden.

Ist der ARV von der aktuellen Wirtschaftskrise bereits betroffen, bejahendenfalls wie?
Die Krise ist auch an uns nicht spurlos vorüber gegangen. So haben sich vier Sponsoren, die uns ihr erneutes Engagement in diesem Jahr zugesichert hatten, teilweise infolge Budgetkürzungen zurückgezogen. Ich darf aber mit Genugtuung festhalten, dass uns die meisten Sponsoren der vergangenen Jahre die Treue halten. Ein paar neue sind dazu gestossen. Acht Mitglieder des Gewerbevereins Aarau machen erstmals bei uns mit.
Unser Vorstandsbeschluss: keine Rennen durchzuführen, die nicht verkauft sind, ist nach wie vor gültig.

Sind die vier diesjährigen Renntage in Aarau gesichert?
Die vier Renntage sind gesichert. Wir werden erneut pro Renntag neun Rennen durchführen. 35 der 36 Rennen sind verkauft. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch das letzte noch verkaufen können.

Die Rennvereine Aarau, Frauenfeld und Maienfeld/bad Ragaz tragen dieses Jahr erstmals eine gemeinsame Cross-Country-Trophy aus. Was ist die Idee dahinter?
Mit der neu geschaffenen Cross Country Trophy soll der teilweise schwierigen Situation mit kleinen Starterzahlen in der Sparte Cross entgegengewirkt und Besitzer animiert werden, Pferde neu für Cross-Rennen schulen zu lassen oder neue Pferde für diese faszinierende Rennsport-Disziplin zu erwerben.

Wäre die vermehrte Durchführung von Trophys/Rennserien (im Trab z.B. der CNT), die sich über mehrere Rennbahnen erstreckt, nicht auch ein Mittel für die Schaffung gemeinsamer Werte und für die Vermarktung der Rennen in einem etwas grösseren Kontext als gerade nur im lokalen Rahmen?
Das würden wir natürlich sehr begrüssen. Wenn es beispielsweise dem Verband der Rennvereine gelänge, für eine Trophy einen Sponsor zu finden, der auf jeder Rennbahn ein Rennen sponsort. Das wäre eine willkommene Erleichterung für die Sponsoringverantwortlichen jedes Rennvereins.

Dieter Syz, Rennvereinspräsident des Rennvereins Zürich (Dielsdorf) fordert, dass sich auch die Verbände (Suisse Trot, Galopp Schweiz) an der Finanzierung zur Realisierung einer neuen Rennbahn in Dielsdorf (Kostenpunkt ca. 5 Millionen Franken) beteiligen sollen. Wie stehen Sie dazu?
Das scheint mir ein interessanter Ansatz zu sein; auch beim ARV stehen Investitionen an... Im Ernst: Das müsste von den beiden Verbänden schon sehr gut überlegt werden und es müsste schon eine sehr überzeugende Begründung vorliegen, die zumindest für ich noch nicht ersichtlich ist.

Wohin geht die Reise im Schweizer Pferderennsport? Wie sehen Sie die aktuelle Entwicklung?
Das ist eine schwierige Frage. Vorab hängt die Entwicklung des Schweizer Pferderennsports auch von der wirtschaftlichen Lage ab, weil die Finanzierung dieses Sportes an sich doch recht erhebliche Mittel bindet.
Die Sponsorensuche wird wohl noch schwieriger werden. Ich hoffe aber nicht, dass der ARV künftig auch nur noch acht Rennen pro Renntag durchführen kann, wie dies in Dielsdorf bereits in diesem Jahr der Fall ist.

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