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Aarau,

Rennverein aus der Schuldenfalle

(AZ/hr, 07.04.2008)

Gute Kunde an der Generalversammlung, nicht zuletzt wegen einer Geste des Turf-Clubs Aarau 
Der Aargauische Rennverein (ARV) schleicht sich beharrlich und erfolgreich aus der Schuldenfalle, die 2002 zuzuschnappen drohte. Das Fremdkapital konnte von 1,67 auf jetzt noch 1,15 Millionen Franken reduziert werden, nicht zuletzt dank einem grosszügigen Geschenk des Turf-Clubs Aarau.
Für einmal tagte die Generalversammlung des Aargauischen Rennvereins nicht im Reiterstadion, sondern im «Schützen», was mit einem Grossaufmarsch belohnt wurde. Präsident Beat Ries kam in seinem Jahresbericht auf das Hochwasser vom 9. August zurück, das allein an Gebäuden und auf der Rennbahn Schäden in Höhe von SFr. 350 000.-- angerichtet hatte, die allerdings von den Versicherungen kulant gedeckt worden sind. Der ARV erwies sich nach diesem Naturereignis als absolut «krisenresistent». Dank dem Vorstand und weiteren freiwilligen Helferinnen und Helfern gelang es, die Anlage im Schachen in nur einem Monat wieder «renntauglich» herzurichten.

Liquiditätslage verbessert 
Aber auch bilanzmässig ist der Verein wetterabhängig. Dank dem Umstand, dass 2007 alle vier Turfsonntage trocken und warm über die Bühne gingen, konnte Kassier Charly Säuberli einen positiven Rechnungsabschluss vorlegen. Denn die Einnahmenseite ist nach wie vor stark abhängig von den Publikumseintritten. So konnten kurzfristige Schulden reduziert und Abschreibungen getätigt und die Liquiditätslage «leicht verbessert werden». Dazu beigetragen hat der Turf-Club Aarau, der laut Präsident Wolfgang Falkenberg beschlossen hat, ein Sanierungsdarlehen über SFr. 100 000.-- an den ARV aus dem Jahr 2003 nun zu erlassen. Gleichzeitig verzichtet die Stadt Aarau vorübergehend auf die Amortisation ihres Darlehens, das noch in die 90er-Jahre zurückgeht. So hat der Rennverein etwas Luft, ohne aber laut Rechnungsrevisor Willy Wenger «auf Rosen gebettet zu sein».
20080404Massgebend zum Überleben des Rennvereins und damit des Aarauer Turfs beigetragen hat Peter Moor, der nach fast 20 Jahren aus dem Vorstand zurücktritt und durch Architekt Andreas Marti ersetzt wird. Moor schuf sich vor allem in den 90er-Jahren Verdienste bei der Sanierung der Bahn, was ihm die Versammlung mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft verdankte. Der übrige Vorstand mit Beat Ries an der Spitze wurde mit grossem Applaus für eine weitere Amtsperiode von drei Jahren gewählt.
(Bild: das frischgewählte Vorstandsmitglied Andreas Marti zusammen mit Präsident Beat Ries und seinem Vorgänger Peter Moor (von links))

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